Warum wir in Not sind...
... ein paar mehr Details...

Das Tierheim Bayreuth, das Ende der 60er Jahre gegründet wurde, galt jahrelang als eines der wohlhabendsten in ganz Bayern. Regelmäßige Erbschaften ließen Geldsorgen anderer Tierheime unwichtig erscheinen und neben guter Tierschutzarbeit investierten Generationen von Vorständen viel Energie darin, sich in der Presse und vor Gericht schlecht zu machen. Die Bevölkerung quittierte diese „Schlachten“ in der Öffentlichkeit mit einem tiefen Misstrauen gegenüber dem Tierheim – zu Lasten der Tiere dort.

Im Herbst 2003 nahm die neue, heute noch amtierende Vorstandschaft ihre Arbeit auf. Nach wenigen Wochen standen wir vor der erschreckenden Erkenntnis, dass das vorhandene Restvermögen nur noch für ca. ein Jahr reichen würde.

Der Verbleib des Vermögens ist bis zum heutigen Tage noch nicht restlos geklärt: Viel Geld wurde in den vereinseigenen Immobilien „verbaut“, ohne den Wert der Immobilien zu steigern und höhere Mieten zu erzielen. Daneben steht der Verdacht der Veruntreuung im Raum. Die letzte Vorstandschaft wurde nicht entlastet. Im Herbst 2006 wird alles aufgearbeitet sein und die Öffentlichkeit wird über das ganze Maß der Katastrophe informiert werden.

Im Februar 2005 stand das Tierheim kurz vor der Schließung, für einen Monat wurden keine Tiere mehr aufgenommen. Der Verkauf einer Immobilie unter großem Wertverlust verhinderte das Schlimmste. Heute ist die Finanzierung, wenn alles „glatt läuft“ noch bis ca. Mitte bis Ende 2007 gesichert, danach droht das endgültige Aus.

Wir haben alle nur möglichen Einsparungen durchgeführt, die möglich waren, ohne die Qualität der Versorgung der Tiere zu beeinträchtigen.

Beispiele:

  • Reduzierung des Personals zur Senkung der Personalkosten
  • Verbesserung der Arbeitsabläufe, um Strom und Wasser zu sparen
  • Stärkere Einbeziehung von Ehrenamtlichen
  • Für Renovierungen werden Sachmittelspenden erbeten und verwendet

Die jährlichen Gesamtkosten wurden so auf die Hälfte reduziert. Mehr geht nicht mehr.

Für die Verbesserung der Vermittlung der Tiere halten wir diese Homepage so aktuell wie möglich. Wir nutzen jede Gelegenheit, unsere Tiere auch über die Presse oder über das Fernsehen vorzustellen.

Pro Jahr werden im Tierheim durchschnittlich aufgenommen:

  • 250 Katzen (150 Fundtiere, 100 Abgabetiere)
  • 150 Hunde (ca. je die Hälfte Fund- und Abgabetiere)
  • 150 Kleintiere (ca. ein Drittel Fundtiere, zwei Drittel Abgabetiere)

Einige Tiere kommen auch aus Beschlagnahmungen wegen schlechter Haltung zu uns. Manchmal müssen so auf einen Schlag Dutzende von Tieren aufgenommen werden.

Das Tierheim dient außerdem für Hunde und Kleintiere auch als Pension für die Ferienzeit, so daß jährlich ca. 500 - 600 Tiere das Tierheim "durchlaufen".

Von den Fundhunden können die meisten wieder an ihre glücklichen Besitzer zurückgegeben werden. Ca. 450 Tiere werden jedoch jedes Jahr an neue Besitzer vermittelt.

Wenn das Tierheim Bayreuth schließen müsste, wäre eine Region mit fast 200.000 Einwohnern ohne Tierheim. Wer soll sich dann künftig um hunderte Tiere jährlich kümmern? Wer nimmt entlaufene Tiere auf und führt sie an ihre Besitzer zurück? Wer nimmt die Tiere auf, die ausgesetzt wurden, die nicht mehr gewollt sind oder deren Besitzer auf gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, sie zu halten?

Die amtierende Vorstandschaft wurde in den Jahren 2004 und 2005 ordnungsgemäß entlastet. Wir können nicht mehr, als auf Ihr Vertrauen hoffen. Überzeugen Sie sich auch selbst. Besuchen Sie unser Tierheim oder werden Sie Mitglied und besuchen unsere Mitgliederversammlungen.

Mit aller Tierliebe der Welt können wir Strom, Wasser, Tierarztrechnungen und Tierfutter nicht bezahlen. Bitte unterstützen sie uns deshalb mit einer Spende.

  •  VR-Bank Bayreuth, BLZ 773 900 00, Kto-Nr. 41327

Der Tierschutzverein Bayreuth ist als gemeinnützig anerkannt. Auf Wunsch können wir selbstverständlich Spendenquittungen ausstellen.